Die HBC Hochschule Biberach ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften in den thematischen Schwerpunkten Bauwesen, Energie, Biotechnologie und Betriebswirtschaft.

2.500 Studierende studieren in vier Fakultäten und 16 Studiengängen an zwei verschiedenen Standorten.

Biberach ist eine lebendige große Kreisstadt in Oberschwaben. Gelegen im Dreieck Stuttgart-München-Bodensee ist Biberach Standort weltweit tätiger Unternehmen und bietet gleichzeitig ein attraktives Freizeitangebot.

 

An der Hochschule Biberach ist zum 01.03.2022 eine

W 2 - Professur

„Quartiers-, Wohnungsbau- und Bestandsentwicklung“

in der Fakultät Architektur und Energie-Ingenieurwesen zu besetzen.

Zu einer lebendigen Stadt- und Quartiersentwicklung gehören das Management und die Weiterentwicklung des Bestandes untrennbar hinzu. Der Wandel hin zu einer post-fossilen Gesellschaft stellt neue Anforderungen an Gebäude und Quartiere gleichermaßen. Übergeordnete Nachhaltigkeitsziele müssen in allen Maßstabsebenen konzipiert, kommuniziert und in der Umsetzung eingelöst werden. Dabei werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem einzelnen Baukörper und seinem umgebenden baulichen wie nicht-gebauten Kontext immer wichtiger. Diese Bezüge für einen auf Zirkularität und Synergien bedachten Entwurfs-, Planungs- und Bauprozess zur Geltung zu bringen ist ein angestammtes wie neu auszulegendes Handlungsfeld von Planer:innen und Architekt:innen.

Gesucht wird in dem neu zu etablierenden Lehrgebiet eine ausgewiesene Architekt:innen-Persönlichkeit, die neben den Grundlagen des Wohnungsbaus und der integrierten Gebäude- und Quartiersentwicklung ein besonderes Augenmerk auf eine ressourcenverantwortliche Einbindung des Bestandes legt. Es gilt eine Planungspraxis in die Lehre zu transportieren, die eine reflektierte architekturhistorische Position mit dem Bekenntnis zu innovativen und nachhaltigen Projektansätzen verknüpft. Neben Abriss und Neuaufbau müssen Addition, Transformation und Wiedernutzbarmachen treten.

Der Studiengang Architektur verfolgt in seiner neu entwickelten Studienordnung ein integriertes didaktisches Konzept eines vielteilig interdisziplinären und individualisierten Lehrens und Studierens. Dieses trägt der umfassenden Verantwortung der Architektur in einem nachhaltigen Systemverständnis Rechnung. Die Lehrinhalte des Faches fließen daher sowohl in Grundlehranteile als auch in die lehrinhaltsvernetzenden Formate der Entwurfs- und Vertiefungscluster in Bachelor und Master ein.

Bewerber:innen sollten durch architektonisch herausragende Expertise und Projekte, eine erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben sowie Erfahrungen mit komplexen Planungsprozessen und –methoden und nach Möglichkeit über eine erfolgreiche Forschungstätigkeit ausgewiesen sein.

Der Studiengang Architektur bietet eine dynamische, entwicklungsfähige Struktur, die eine Verknüpfung von Forschung und Lehre - auch im internationalen Kontext - ermöglicht und fördert. Verschiedene disziplinäre wie interdisziplinäre Institute an der Hochschule erleichtern den Einstieg und die Umsetzung von fachgebietsnahen Forschungsaktivitäten. Die Professuren der Hochschule beinhalten grundsätzlich die Übernahme von Grundlagenfächern, von englischsprachigen Lehr-veranstaltungen wie auch die Mitarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, das Einwerben von Drittmitteln in den strategischen Entwicklungsbereichen der HBC sowie die aktive Beteiligung an den Aufgaben der Selbstverwaltung der Hochschule. Bewerber:innen haben die Dienstaufgaben von Hochschullehrer:innen gem. § 46 LHG zu erfüllen.

Hochschule und Studiengang verstehen sich als transdisziplinäre Bindeglieder zwischen Lehre, Forschung und Gesellschaft. Die neu zu besetzende Professur sollte die lange Tradition der Zusammenarbeit des Studiengangs Architektur mit anderen Akteuren der Hochschule und der Raumschaft befördern und fortsetzen und Lehr- und Forschungsprojekte umsetzen, die den fachlichen und öffentlichen Diskurs befördern.

Einstellungsvoraussetzungen

  • ein fachlich der Stelle entsprechendes, abgeschlossenes Hochschulstudium vorzugsweise der Architektur
  • pädagogische Eignung, die in der Regel durch Erfahrungen in Lehre oder Ausbildung nachzuweisen ist
  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird. Bewerberinnen:Bewerber ohne Promotion müssen promotionsadäquate Leistungen aus Praxis, Forschung oder Lehre nachweisen.
  • besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis, von der mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen

Im Falle einer erstmaligen Berufung in ein Professorenamt wird das Dienstverhältnis in der Regel zunächst drei Jahre in einem Beamtenverhältnis auf Probe nach § 50 Abs. 1 LHG wahrgenommen. Bei erwiesener Eignung und Fortbestehen der beamtenrechtlich vorgeschriebenen Voraussetzungen ist danach die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit beabsichtigt. In begründeten Ausnahmefällen ist eine unmittelbare Beschäftigung im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit möglich.

Bewerber:innen mit einer Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung vorrangig berufen.

Die Hochschule Biberach strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und begrüßt daher besonders Bewerbungen qualifizierter Frauen. Diese können sich mit der Gleichstellungsbeauftragten (Tel. +49 73 51/ 5 82-4 43) in Verbindung setzen.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen über unser Online-Stellenportal unter www.hochschule-biberach.de/karriere bis 26.09.2021. Zudem können weitere Unterlagen wie z. B. Portfolios, Publikationen und andere Printmedien gerne per Post (Einsendeschluss ist ebenfalls der 26.09.2021) nachgereicht werden.

 

 

Zurück zur Übersicht Online-Bewerbung